Neuroonkologisches Zentrum (Friedrichstadt)

Studienzentrale

Neue Therapieverfahren oder Medikamente zu entwickeln und zu erproben, erfordert Geduld, Ausdauer und vor allem System. Denn die Behandlung einzelner Patienten kann zwar erste Erfahrungen vermitteln - verallgemeinern lassen diese sich jedoch nicht. Der Grund hierfür: Die individuellen Unterschiede zwischen Patienten sind groß, und dieselbe Erkrankung kann ganz unterschiedlich verlaufen. Einzelerfahrungen können deshalb immer ein Zufallsergebnis sein.

In klinischen Studien werden daher Therapien an einer größeren Anzahl von Patienten statistisch geplant, systematisch überprüft und sorgfältig ausgewertet. Nur so kann zuverlässig festgestellt werden, wie wirksam und wie verträglich Arzneimittel, Operationsmethoden oder Bestrahlung wirklich sind.

Durch die Ergebnisse Klinischer Studien gewinnen Ärzte eine größere Sicherheit im Umgang mit Behandlungsmethoden. Sie können mit höherer Wahrscheinlichkeit vorhersagen, für welche Patienten die neue Therapie geeignet ist und welchen Nutzen sie hat. Dabei müssen Patienten immer die beste Behandlungsmöglichkeit erhalten, die bekannt ist. Ärzte und Kliniken, die Studien durchführen, haben besondere Erfahrung und sind sehr gut qualifiziert.

Für neue Behandlungsverfahren und Medikamente gibt es in Deutschland strenge Reglementierungen und festgelegte Verfahren, die durchlaufen werden müssen, bevor sie auf breiter Basis am Kranken angewendet werden dürfen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Studien, die im Labor erfolgen (präklinische Studien), klinischen Arzneimittelprüfungen, bei denen die Wirkung von Medikamenten am Menschen untersucht wird, und so genannten Therapie-Optimierungs-Prüfungen, die darauf abzielen, erprobte Behandlungen weiter zu verbessern.

Informationen über  aktuelle Studien erhalten Sie über die Studienzentrale:

Leiterin Studienzentrale: Kerstin Spranger (E-Mail)

Um bei Klinischen Studien verlässliche Ergebnisse zu bekommen, ist die Grundvoraussetzung, dass  die Studien im Voraus sorgfältig geplant und äußere Einflussfaktoren auf die Studienergebnisse soweit wie möglich eingeschränkt, besser noch ausgeschlossen werden.
Faktoren, die Studienergebnisse beeinflussen können, sind zum Beispiel das Alter oder das Geschlecht des Patienten, der Trainingszustand, der unterschiedliche Schweregrad der Erkrankung oder auch persönliche Einstellungen. Durch verschiedene Maßnahmen kann man jedoch weitgehend gleiche Ausgangsvoraussetzungen schaffen und sicher stellen, dass bestimmte Einflussfaktoren zumindest in den beiden Vergleichsgruppen der Studie gleich häufig vorkommen.

  • Chance auf neue oder verbesserte Therapien
    Wenn Sie als Patient an einer Studie teilnehmen, erhalten Sie entweder 
    - die beste zur Zeit bekannte Therapie,
    - oder Sie erhalten eine Behandlung, von der die Studienärzte mit guten Argumenten annehmen, dass sie wirksamer oder verträglicher ist als die bisherige.

  • Intensive Betreuung
    Sie werden besonders intensiv betreut und regelmäßig untersucht. Ärzte, die eine Studie durchführen, folgen einem von Spezialisten entwickelten und von staatlichen Behörden geprüften Behandlungsplan. In diesem "Studienprotokoll" ist beschrieben, was warum wann getan werden soll. Alle Patienten werden besonders sorgfältig beobachtet und begleitet.

  • Wissenschaftlicher Fortschritt
    Nicht zuletzt tragen Sie persönlich dazu bei, dass weitere Kenntnisse erworben werden - vielleicht nützt Ihnen dieser Fortschritt schon während der Studie, vielleicht hilft er Ihnen und anderen zukünftig.

Quelle: http://www.krebshilfe.de/wir-informieren/material-fuer-betroffene/blaue-ratgeber.htmlInfomaterial bestellen (krebshilfe.de)


Für weitere Informationen besuchen Sie die Seite der Krebshilfe oder sprechen Sie Ihren Arzt zu einer möglichen Studienteilnahme an.